Lost Hills, Kalifornien ein Ort, an dem man mehr Mandeln als Menschen findet, der Wind manchmal eigene Pläne verfolgt und wo der Staub so fein ist, dass man ihn theoretisch als Trimmgewicht verwenden könnte. (Ausser in diesem Jahr , so grün war Kalifornien noch nie) Genau dort haben vier Schweizer Freiflugpiloten gezeigt, wie man die Saison stilvoll eröffnet, mit Höhenflügen, Topresultaten und einer guten Portion Schweizer Präzision.
In den vier Kategorien F1A (Hochstart-Segler), F1B (Gummimotor-Segler), F1E (Magnetflug) und F1Q (Elektro-Segler) sammelten die Schweizer insgesamt 18 Weltcup-Starts plus einen F1B-Spezialwettbewerb. Lost Hills hat selten so viel rot-weiß gesehen.
Dominik Andrist – Mister F1A in der Wüste
Was Dominik Andrist in F1A abgeliefert hat, war so beeindruckend, dass selbst die kalifornische Sonne einmal kurz blinzelte:
- 1. Platz im KIWI-Weltcup
- 2. Platz im MaxMen-Weltcup
- 4. Platz im North-America Cup
Damit führt Dominik nun die Weltrangliste 2026 in F1A an.
Was für ein Start! Manche Leute brauchen in Lost Hills drei Tage, um den Jetlag auszukurieren – Dominik macht in der Zeit drei top Platzierungen klar.
Und das mitten in der Creme de la Creme der F1A-Szene, inklusive seinem Teamkollegen und Weltmeister 2023, Lauri Malila, der mit zwei 5.P Plätzen ebenfalls stark unterwegs war und aktuell Platz 5 der Weltrangliste hält.
Lost Hills hat eindeutig ein Herz für Schweizer Segler.
Alfred Andrist – F1B unter den Profis
In F1B, wo Gummimotoren manchmal lauter quietschen als die Bodenplatten der Lost Hills Lodge, zeigte Alfred Andrist, dass er auch zwischen den Profi-Teams aus der Ukraine und den starken US-Starterfeldern locker mithalten kann:
Ein Resultat, das sich sehen lassen kann – besonders dort, wo manche Piloten mehr Modelle im Kofferraum haben als Lost Hills Einwohner.
F1E – Magnetflug in der Wüste
Dominik zeigte auch in F1E, dass er nicht nur mit dem Hochstartseil, sondern auch mit den Magnetfliegern mithalten kann:
Urs Muntwyler – Power in F1Q
In F1Q (Elektrosegler) setzte Urs Muntwyler ein kräftiges Zeichen:
- 2. Platz im MaxMen-Weltcup
Sein Elektroantrieb war damit wohl der nachhaltigste Energieschub in ganz Kalifornien – zumindest an diesem Wochenende.
Fazit
Die Schweizer haben Lost Hills gerockt – präzise, humorvoll und mit einer gehörigen Prise Wettkampfkultur.
Wenn die Saison so weitergeht, wird 2026 ein Jahr, an das man sich noch lange erinnern wird. Und Lost Hills?
Das wird wohl noch lange darüber sprechen, wie vier Schweizer die Wüste aufgemischt haben.